Buchtipps

                                                                                                                                                             

„Bis die Sterne zittern“ vom Leipziger Autor Johannes Herwig,

Absolutes Lieblingsbuch dieses Sommers!

Super schöne Sprache.

Geschichte und politische Bildung ganz nebenbei.

Ein poetisches Buch über jugendlichen Widerstand gegen das NS-Regime.

bis_die_sterne_zitternLeipzig, 1936. Sommerferien.

Hitlerjugend? Nein Danke!

Der 16-jährige Harro entscheidet sich für eine Clique Gleichgesinnter, die wie er nichts mit der Nazi-Ideologie zu tun haben wollen.

Es folgen Reibereien mit den Eltern und Ärger in der Schule, Nächte am Lagerfeuer, politische Aktionen, erste Küsse, große Liebe.

Und über allem die bange Ahnung, dass sein wildes Treiben gefährliche Konsequenzen haben kann.

 

240 Seiten gebunden, 22 x  14  cm, ab 14 Jahren, Gerstenberg Verlag

 

                                                                                                                                                      

„Hoffnung kostet extra“ von Christian Klippel

Zweites Lieblingsbuch dieses Sommers!

Rasant! Überraschend! Voller Sprachwitz!

hoffnung_kostet_extraIn der Verlagsvorschau stand: „Tschick auf italienisch“.

Ich hab also das ganze Buch darauf gewartet wann es endlich von der Eiffel nach Italien geht. Gar nicht! wir bleiben in der Eiffel und mit Tschick hat das Buch auch nicht viel zu tun, dafür aber der Vorgänger „Verdammt schönes Leben“ (das hab ich aber nicht gelesen 😉

Egal auch in der Eiffel kann man jede Menge Scheiß bauen, vom Blitz getroffen werden, Nazis verprügeln, superteure Zierfische grillen und vor allem in die Zukunft gucken, Handlesen und vor allem Geheimniskrämern.Und Trecker fahrn!

301 Seiten gebunden, 22 x  14  cm, ab 14 Jahren, Thienemann Verlag

 

                                                                                                                                                                    

„Club der Heldinnen – Entführung im Internat“
von Nina Weger, ab 9 Jahren

ClubDerHeldinnenDas Internat „Matilda Imperatix“ ist definitv nicht für jedermann gedacht. Hierher kommen nur Mädchen mit ganz besonderen Kenntnissen und Fertigkeiten. So auch Flo und Pina – ihres Zeichens Nachfahrinnen einer Reihe bekannter Ritter und Indianerhäuptlinge. Schon heute wissen sie genau, dass sie eines Tages die Welt zum Besseren verändern werden. Zunächst einmal gilt es jedoch, an ihrer verrückten Schule die alljährlichen Geländespiele zu gewinnen und die arroganten Zicken Cilly und Lilly in die zweite Reihe zu verweisen. Für die cleveren Freudinnen eigentlich kein Problem. Plötzlich passiert etwas unerwartet Schreckliches: Flos kleine (wenn auch nervtötende) Schwester Charly wird vermisst! Sofort gerät die mysteriöse neue Mitschülerin Blanca in Verdacht, die mit ihrem Piraten-Vokabular und allgemein seltsamen Verhalten bereits aufgefallen ist. Schon bald erkennen Flo und Pina jedoch, dass sie die Entführung ohne Blancas Hilfe nicht aufklären können.

Endlich mal wieder ein Buch über und für echte Heldinnen, das mit starken, schlauen und witzigen Mädchencharakteren aufwartet. Die Geschichte hat Tempo, der Schreibstil ist unerwartet frech und die Geschichte hat im Grunde alles, was ein Abenteuerbuch braucht: Spannung, Geheimnisse, niederträchtige Schurken und natürlich einen Schatz. Wenn das mal nicht verdächtig nach dem Auftakt einer Lieblingsbuchreihe klingt.


„Walking Home – Der lange Weg nach Haus“
von Eric Walters, ab 12 Jahren

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Der 13-jährige Muchoki und seine kleine Schwester Jata haben durch den kenianischen Bürgerkrieg nicht nur ihr Heimatdorf Eldoret, sondern auch fast ihre gesamte Familie verloren. Als die beiden nach dem Tod ihrer Mutter das überfüllte Flüchtlingslager verlassen müssen, folgen sie voller Hoffnung einem dünnen Faden, den sie nur aus einer Gute-Nacht-Geschichte kennen. Durch wüstes Land und den Moloch Nairobi soll er sie ins ferne Kikima, zu den Eltern ihrer Mutter führen, Verwandte die sie nie kennengelernt haben und die von ihrer Existenz gar nichts wissen. Zu Fuß müssen die Geschwister mehr als 200 Kilometer überwinden. Im Gepäck haben sie lediglich einen Kanister mit Wasser, zwei Decken und etwas zu Essen. Zuversichtlich beginnen sie ihren anstrengenden Marsch ins Ungewisse, auf dem sie die unterschiedlichsten Menschen treffen …

Warmherzig schildert der Autor eine abenteuerliche Reise, in der es genauso ums Überleben, wie ums Verzeihen geht. Anfangs ist vor allem Muchoki voller Bitterkeit und Wut den Angehörigen der Stämme gegenüber, die seine Familie getötet haben. Doch unterwegs lernt er, dass es überall gute und schlechte Menschen gibt – und dass Hilfsbereitschaft auch dort zu finden ist, wo man sie am wenigsten erwartet. Wer diese gleichermaßen traurige wie schöne Geschichte nicht liest, hat etwas verpasst. Das Schicksal der Geschwister geht unter die Haut und man fühlt mit ihnen, wenn sie allen Hindernissen zum Trotz nicht aufgeben, sondern mutig weiter gehen. Der Name Muchoki heißt nicht umsonst „derjenige, der zurückkehrt“ und so begleitet man als Leser einen Jungen, der Angst und Zweifel beiseiteschiebt, um seine kleine Schwester zu beschützen und den langen Weg nach Hause zu bringen. Ein wunderbares Buch, das geradezu perfekt ist, um es gemeinsam zu lesen.


 „Halbe Helden“
Erin Jade Lange, ab 14 Jahren

HalbeHeldenBis auf seine Mutter, die ihre Rubbellos-Gewinne lieber an die Wand hängt, statt ihm davon ein Auto zu kaufen, hat Dane eigentlich eher mittelschwere Probleme. Nur manchmal fällt es ihm schwer, seine spontan auftretenden Aggressionen unter Kontrolle zu bekommen. Eines Tages lernt er Billy Drum kennen, einen Jungen mit Downsyndrom, der sich als ziemliche Nervensäge entpuppt. Als Dane aufgrund einer Prügelei kurz vor einem Schulverweis steht, bietet ihm Billy D einen Deal an. Ehe er es sich versieht, darf Dane auf Anordnung des Direktors nicht nur Billys Mentor spielen, sondern muss diesem auch noch dabei helfen, seinen Vater zu finden. Nicht ganz einfach, denn die einzigen Hinweise auf den mutmaßlichen Aufenthaltsort sind zahlreiche kryptische Hinweise in einem alten Atlas. Und obwohl das alles gar nicht so geplant war, entwickelt sich nach und nach eine spannungsreiche Freundschaft zwischen den ungleichen Jungs.
Ein Jugendroman, in dem es um Freundschaft geht, schwierige Familienverhältnisse, Toleranz, Vergangenheitsbewältigung, Liebe, Konfliktverhalten und eine anspruchsvolle Schnipseljagd, die unsere Protagonisten einmal quer durchs Land führt. Klare Leseempfehlung.


„Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo“
Gerlis Zillgens, ab 11 Jahren

Yolo1Die dreizehneinhalb Jahre alte Yolo hat eine ausgeprägte Meinung zu fast allem und verzwickt mittelstraßenköterblonde sowie extremlockigkrause Haare. Sie lebt bei ihrer Mutter in Köln (einer Low-Carb-Ernährungsberaterin) und besucht jedes zweite Wochenende im Monat ihren Vater in Hamburg (einen Low-Fat-Ernährungsberater). Momentan schlägt sich Yolo mit diversen Problemen herum: ihre Mutter hat eine äußerst ungesunde Einstellung zu Pizza und Nuss-Nugat-Schokolade, Gott liest zwar ihren „Blog für eine bessere Welt“, will jedoch seine/ihre Fehler nicht einsehen und zu allem Überfluss wohnt Yolos ABF nun in Australien, wohin Yolo nicht ins Internat darf. Wie bitteschön, soll sie es jetzt allein hinkriegen, sich an ihren Angebeteten Jo Zwometerzwo ranzumachen?! Ganz einfach: man nutze die Gelegenheit (eine Blinddarm-OP des Vaters) und beschaffe sich eine Mitfahrgelegenheit von Hamburg nach Köln in die Disko „Krasso“. Wenn nur nicht all die Konsequenzen wären, sobald die Geschichte rauskommt … Und wer hätte gedacht, dass wegen eines Hausarrestes sogar mal die Polizei vor der Tür steht?
Das klingt alles irgendwie schräg? Ist es auch. Yolo ist so wunderbar verquer und steckt derart voller verrückter Ideen und alberner Ausreden, dass die nächste kleine Katastrophe immer gleich um die Ecke lauert. Der Schreibstil klingt ein wenig nach Tagebuch, die Wortwahl ist flapsig und frech, aber charmant. Wer jedenfalls mal wieder so richtig lachen will, liegt mit diesem Mädels-Buch goldrichtig – gute Laune garantiert.


„Im freien Fall oder Wie ich mich in eine Pappfigur verliebte“
Jessica Park, Jugendbuch

FreienFallEndlich 18 – Freiheit! Denn Julie darf nun allein nach Boston ziehen, um am dortigen College zu studieren. Vor Ort stellt sich jedoch überraschend heraus, dass sie keine Bleibe hat. Kurzerhand bietet ihr eine ehemalige Studienfreundin ihrer Mutter an, bei ihr einzuziehen. Was als gute Idee beginnt, erweist sich bald als recht merkwürdig: der älteste Sohn Finn ist auf Weltreise (Rückkehr unbekannt), während der jüngere, leicht nerdige Bruder Matt die ständig abwesenden Eltern ersetzt und sich um die 13-jährige Schwester kümmert. Die hochintelligente, aber zunächst unzugängliche Celeste wiederum vermisst Finn derart, dass sie ständig sein lebensgroßes Abbild in Pappe mit sich herumträgt. Und niemand scheint sich daran zu stören! Zugegeben: die Pappfigur ist echt heiß (wie Julie findet). Doch je mehr sie sich um Celeste kümmert und mit dem Rest der Familie anfreundet, desto größer werden die Ungereimtheiten in deren Verhalten. Kurzerhand bittet sie per Mail Finn um Rat und pflegt fortan eine Facebook-Bekanntschaft mit ihm. Schon bald stellt sich ihr die Frage: Kann man sich in eine Pappfigur verlieben?
Die Geschichte ist unterhaltsam, traurig, lustig, rührend … alles auf einmal. Schlichtweg ein Roman zum Verlieben, der – einmal begonnen – ganz bestimmt nicht zur Seite gelegt wird, bis auch die letzte Seite umgeblättert ist.


„Zerbrochener Mond“
Sally Gardner, ab 14 Jahren

ZerbrochenerMondStandish Treadwell, der Junge mit den verschiedenfarbigen Augen, ist Träumer, Legastheniker – und ein Ausgestoßener. Zusammen mit seinem Großvater lebt er in einem verfallenen Haus in Zone 7, weitab von den Bezirken der Reichen. Aufgrund des Krieges sind die Dinge des täglichen Bedarfs und Nahrungsmittel ständig knapp. Lediglich von der allgegenwärtigen Propaganda zur bevorstehenden Mondlandung gibt es genug, durch die das Mutterland allen anderen Völkern seine technologische Überlegenheit demonstrieren will. Als Standish den klugen, selbstbewussten Hector und dessen Familie kennenlernt, scheint sich einiges zum Besseren zu wenden. Doch direkt hinter dem Haus befindet sich ein streng geheimes Militärgelände, abgeschottet durch eine ständig wachsende Mauer. Hector betritt das Gelände auf der Suche nach einem verlorenen Fußball und rührt dadurch an ein Staatsgeheimnis, das für die Menschen im Land und darüber hinaus alles verändern könnte. Kurz danach verschwindet er spurlos. Was ist Standish zu tun bereit, um seinen Freund wiederzufinden?
Fesselnd, aufwühlend, traurig und streckenweise sogar grausam ist dieses Buch – trotz (vielleicht auch wegen?) der eher kindlichen Sprache. Einfach guter Lesestoff für alle Nachdenklichen die sich fragen: Was wäre, wenn das Mutterland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte? Die kurzen, nicht-linearen Kapitel verlangen volle Aufmerksamkeit, kleine Ekel-Illustrationen im Inneren haben fast Daumenkino-Charakter. Und die Story ist sowieso gut, denn es geht nicht zuletzt um Mut, Vertrauen und Zivilcourage. Deshalb: klare Leseempfehlung für Jugendliche wie Erwachsene.

 


„Mit Worten kann ich fliegen“
Sharon M. Draper, ab 12 Jahren

Melody ist elf Jahre alt, liebt Worte und ist mMitWortenit ihrem fotografischen Gedächtnis außergewöhnlich intelligent. Doch davon ahnt niemand etwas, denn für alle anderen ist sie nur das schwer behinderte, an den Rollstuhl gefesselte Mädchen, das sich kaum bewegen oder lernen – ja noch nicht einmal sprechen kann. Mit viel Entschlossenheit und der Hilfe von Menschen, die an sie glauben, findet Melody endlich eine Möglichkeit, sich mitzuteilen. Trotzdem wollen einige einfach nicht zuhören.
Dieses Buch tut manchmal weh, so sehr lässt es einen mitfühlen. Dabei bleibt der Grundton aber – wie die Protagonistin selbst – stets positiv.
Ein starkes Mädchen. Ein berührendes Thema. Ein fantastisches Buch. Punkt.


„Hand in Hand die Welt begreifen – Ein Bildwörterbuch der Gebärdensprache“, ab 7 Jahren

HandInHandNoch nie mit fliegenden Fingern gesprochen? Dann wird es aber Zeit. In diesem Buch sind von A bis Z etwa 1.700 Begriffe aus dem Alltag durch gut verständliche Gebärden-Zeichnungen dargestellt. Die wimmeligen Illustrationen auf jeder Seite wecken nicht nur die Neugierde von Kindern.
Lebendiger kann Sprache kaum sein.
Wer eine verständliche Einführung in die Gebärdensprache bekommen möchte oder schlichtweg Freude an neuen Ausdrucksmöglichkeiten hat, liegt mit diesem Titel goldrichtig.
Aufschlagen, anschauen, ausprobieren.


 

„12 Things To Do before You Crash And Burn
James Proimos, ab 14 Jahren

12ThingsToDoÜber die Seiten dieses genialen Jugendbuches fliegt man förmlich. Mit seinem trockenem Humor, dem irrwitzigen Tempo und einem Schuss Weisheit unterhält es einfach verdammt gut.
Nach dem Tod von Hercules´ Vater weiß seine Mutter sich nicht anders zu helfen, als ihren Sohn während der Ferien nach Baltimore zu Onkel Anthony zu schicken. Der ist zwar ziemlich cool, aber da Herc sich das letzte Mal dort tierisch gelangweilt hat, bekommt er von seinem Onkel eine Liste mit 12 Dingen vorgelegt, die er während der Ferien gefälligst zu erledigen habe. Ganz und gar nicht begeistert macht er sich trotzdem an die Arbeit.
Es geht um Pizza, tiefsinnige Gedanken, Jobsuche (geniales Kapitel!) und natürlich „Schöne fremde unerreichbare Frau“ aus dem Zug.
Am Ende der Ferien hat Herc nicht nur etwas über Liebe auf den ersten Blick, sondern auch über sich selbst gelernt – und nebenbei das große Geheimnis seines Onkels enthüllt.
Fazit: kurzweilig, rasant und unbedingt lesenswert!


„Legend 2 – Schwelender Sturm“
Marie Lu, ab 14 Jahren

SchwelenderSturmIm zweiten Teil der Legend-Trilogie sind Day und June schwer angeschlagen auf der Flucht. Sie suchen Hilfe bei den Patrioten, um sich ihnen im Kampf gegen die korrupte Republik anzuschließen und Days kleinen Bruder Eden zu befreien.
Es soll eine Revolution in Gang gebracht werden, die alles verändern und die Menschen vom „großen Test“ und anderen Grausamkeiten befreien soll. Von Feinden umgeben, können June und Day nur überleben, wenn sie sich bedingungslos vertrauen – denn selbst in den Kolonien, die die Patrioten unterstützen, ist nicht alles so strahlend, wie es scheint.
Nach dem gelungenen Auftakt im ersten Band geht es noch spannender weiter. Die Story enthält viele unerwartete Wendungen und die Charaktere sind vielschichtig. Darüber hinaus beschäftigt sich die Geschichte mit Grundfragen zu Regierung, Korruption, Macht und Loyalität. Das Buch entwickelt einen derartigen Sog, dass man es erst wieder aus der Hand legt, bis auch die letzte Seite umgeblättert ist.

 


„Tief im Dschungel“
Antoine Guilloppé, ab 4 Jahren

TiefImDschungelNach den zwei wunderschönen Vorgängerbänden
„Bei Vollmond“ und „Die Sonne Afrikas“ folgen wir
„Tief im Dschungel“ den lautlosen Schritten eines furchtlosen Jägers. Wer sieht und hört alles, was inmitten des undurchdringlichen Waldes geschieht? Wen respektieren und fürchten die anderen Waldbewohner, wenn er den Dschungel durchstreift?
Finde es selbst heraus, denn das geduldige Umblättern der miteinander verknüpften Seiten wird durch die kreativen Ausstanzungen und ästhetischen Grafiken immer wieder aufs Neue zum Erlebnis.


„Wenn kleine Bären schlafen gehen“
Axel Scheffler u. Ian Whybrow, ab 4 Jahren

WennkleineBaerenIn diesem bunten Pop-up-Buch für Kinder gibt es wirklich viel zu entdecken.
Die Seiten strotzen vor Details, unzählige Laschen laden zum aufklappen oder aufziehen ein.
Die auf jeder Seite enthaltenen Verse geben dem Buch einen zusätzlichen Reiz und lassen sich flüssig vorlesen. Gewürzt mit einer Prise Humor, die sich in Bildern und Texten versteckt, ist dieser Titel eine schöne Abwechslung zum reinen Vorlesebuch.
Wem das noch nicht genug ist, der greift einfach zum Kitzelbuch, ebenfalls ein Pop-up von Scheffler/Whybrow, in dem die tierischen Charaktere neue Abenteuer erleben.


„Geburtstag mit Torte“, „Picknick mit Torte“, „Die Torte ist weg!“
Thé Tjong-Khing, ab 4 Jahren

GeburtstagTorteEgal welcher der drei Bände rund um die Torte: diese besonderen Wimmelbücher um die geklauten oder verschwundenen Leckereien sind einfach mal etwas anderes. Die Figuren sind sehr ansprechend gezeichnet und die Farben angenehm warm – niemals knallig.

Inhaltlich passiert um die Torte soviel anderes, dass es auch bei wiederholtem Blättern nicht langweilig wird:
Wer ist dieses Mal der Bösewicht?
Warum weint das Häschen?
Wo ist das elfte Entenküken?

Tja. Da hilft nur eines: selbst blättern und suchen.
Viel Spaß dabei!


„Achtung Milchpiraten! – Rache für Rosa“
Kai Lüftner, ab 6 Jahren

Milchpiraten2In gewohnt schnodderiger Weise präsentiert uns Kai Lüftner endlich ein Wiedersehen mit den wilden Jungs der Milchpiraten auf Ping. Aber wenn ihr denkt, dass LETZTES Mal alles aus dem Ruder gelaufen ist, dann liegt ihr schief!
Denn im zweiten Band der Milchpiraten schlagen die Mädels von Pong zurück. Maja, Emma, Dana, Elisabeth, Lara und Swanni – kurz die MEDELS-Bande – haben sich einen erpresserischen Plan ausgedacht, um sich für vergangene Übeltaten der Piraten zu rächen.
Eine wichtige Rolle spielen hier gewisse verräterische Fotos der peinlichen Begebenheiten aus Band 1. Aber lest selbst. Eines ist wieder einmal sicher: die Jungs haben sich ungewollt ein ganz schönes Schlamassel eingehandelt. Schief geht da sowieso erstmal alles. Und wer weiß? Am Ende müssen sie sogar noch mit den Mädchen zusammenarbeiten?!


„Baby-Pixis“ – ab 9 Monate

Nach langem Warten und vielen Nachfragen sind sie endlich wieder erhältlich:
die unkapputtbaren Baby-Pixis für unsere kleinsten Leser.
Die schadstofffreien Büchlein sind reiß- und wasserfest, halten also Kinderhänden und sogar größten „Speichelattacken“ stand. Momentan sind bei uns folgende Titel im Angebot:

– Meine Sachen
– Hurra, ich geh aufs Töpfchen!
– Auf dem Bauernhof
– Gute Nacht
– Mein Bauernhof
– Viele Fahrzeuge


 

„Finnas Pferde“
Claudia Gürtler

FinnasPferdeSchon wieder ein Pferdebuch?
Ja – aber dafür ein ganz besonderes! Es geht um Träume und Stolz, Freundschaft und Verbitterung, Legenden und natürlich … Pferde. Vor dem Hintergrund Islands wird eine Geschichte erzählt, die mit dem üblichen Ponyhof nichts gemein hat und sogar ein überraschendes Ende bietet. Die ungewöhnlich vielschichtigen Charaktere von Mensch und Tier werden eindrücklich geschildert und bleiben dadurch im Gedächtnis.
„Finnas Pferde“ ist ein modernes Märchen, dass die Legenden Islands stimmig mit der Realität verbindet. Hauptfiguren sind das Mächen Finna, die weise Kräuterfrau und Geschichtenerzählerin Stefania, der sture Pferdezüchter Einar und dessen feuriger Hengst Garpur.
Ist Garpur das Wunderpferd, auf das Einsiedler Einar seit Jahrzehnten gehofft hat? Auch Finna wartet geduldig seit Jahren auf ihr eigenes Pferd. Wird sich ihr Wunsch erfüllen oder siegt falscher Stolz über Vernunft? Eines ist jedenfalls klar: wenn schon ein Pferdebuch, dann dieses.


„Und morgen am Meer“
Corina Bomann

MorgenAmMeerSommer 1989 in Ostberlin. Die 15-jährige Milena ist recht zufrieden: sie hat nette Freunde, eine eigenes Radio, mit dem sie coole Musik aufnimmt und recht gute Noten – auch wenn sie in der Schule immer wieder mal aneckt. Eines Tages kreuzt jedoch der 18-jährige Claudius ihren Weg, ein Westberliner zu Besuch im „exotischen Osten“.  Diese Begegnung wirft nach und nach alles über den Haufen: ihre Gefühle, ihre Ansichten, lang geglaubte Tatsachen. Gemeinsam beschließen sie, ans Meer zu fahren – raus aus der DDR. Eine waghalsige Motorrad-Tour beginnt …
Zwei starke Charaktere und eine verbotene, erste Liebe kurz vorm großen Umbruch – was will man mehr? Die Geschichte wechselt zwischen der Perspektive von Milena und Claudius und betont so die unterschiedlichen Erfahrungen der Protagonisten. Ob man sich nun selbst noch an die DDR-Zeit erinnert oder nicht: der Roman ist gut geschrieben, spannend, temporeich, romantisch und erhellend. Eine klare Empfehlung.


„Die Hugis – Der neue Pullover“
Oliver Jeffers, ab 4 Jahren

Alle Hugis sind gleich: sie sehen gleich aus, denken das Gleiche, haben die gleichen Hobbies und gleichen sich generell wie ein Ei dem anderen.
Da passiert etwas Unerwartetes, das alles ändert. Rupert strickt sich einen hübschen, orangefarbenen Pullover und trägt ihn stolz spazieren. Die anderen Hugis sind zunächst entsetzt. Individuell sein? Auffallen? Kommt nicht in Frage! Doch als sich Ruperts bester Freund ebenfalls einen schicken Pullover strickt, wollen plötzlich alle Hugis anders sein und legen sich den gleichen Pullover zu. Als daraufhin Rupert seine Vorliebe für schräge Hüte entdeckt, verändert das wieder alles.
Mit einem Augenzwinkern erzählt dieses witzige Bilderbuch vom Besonders-sein-wollen. Die schrägen Zeichnungen laden zum Schmunzeln ein und drücken in ihrer Schlichtheit trotzdem – oder gerade deswegen – große Emotionen aus. Ein Bilderbuch nicht nur für Kinder, sondern ebenso für Erwachsene. Denn wer von uns möchte nicht auch mal auffallen?


„Sieben Prinzessinnen und jede Menge Drachen“
Christina Björk, Eva Eriksson, ab 4 Jahren

Wer hat Angst vor großen, bösen Drachen? Diese sieben außergewöhnlichen Prinzessinnen jedenfalls nicht!
Hier wird der gängige Ablauf „Drache-entführt-Prinzessin“ mal so richtig auf den Kopf gestellt. Mal mutig, mal frech: an jedem Wochentag erlebt eine der Prinzessinnen ihre eigene spannende Geschichte. Ob feuerspeiendes Untier im Eichhörnchen-Kostüm, Prinzessin in Drachen-Verkleidung oder Drachen-Rendezvous via Internet – das Buch steckt voller verrückter Einfälle.
Die Gute-Nacht-Geschichten sind wunderbar illustriert und haben genau die richtige Länge für die fünf bis zehn Minuten vor dem Zu-Bett-Gehen.

 

 


„999 Froschgeschwister wachen auf“
Ken Kimura, Yasunari Murakami, ab 4 Jahren

Endlich ist er da, der lang ersehnte Nachfolger von „999 Froschgeschwister ziehen um“. Kaum wird es wieder etwas wärmer, wachen alle kleinen Frösche auf und reiben sich verschlafen die Augen. Doch wo ist der große Bruder? Schläft er etwa noch? Flugs wird er geweckt – denn der Frühling ist da.
Und weil die Kirschblüten so herrlich blühen, machen sich die Geschwister auf den Weg, um auch die anderen Tiere munter zu machen: eine Schildkröte, eine Eidechse, viele kleine Marienkäfer und – oje! – eine alte Bekannte: die Schlange. Was da wohl noch alles passiert?
Die frechen Frösche hüpfen einem wieder direkt ins Herz. Genauso goldig und einzigartig gezeichnet wie der erste Teil, macht die witzige Geschichte Lust auf den kommenden Frühling. Grün ist wieder DIE Trendfarbe der kommenden Saison.


„Wie Großvater schwimmen lernte“
von V. Rohner und D. Wünsch, ab 4 Jahren

Das kleine Mädchen verbringt viel Zeit mit ihrem Großvater. Auch wenn er eine seltsame Angewohnheit hat: alles tut er mit ihr gemeinsam „vielleicht zum letzten Mal“. Sie gehen zum Bahnhof und beobachten Züge, auf den belebten Markt oder in den Buchladen, um nach neuen Geschichten zu stöbern.
Als eines schönen Tages die Sonne scheint, möchte das Mädchen schwimmen gehen. Ihr Großvater jedoch ist peinlich berührt, denn er kann gar nicht schwimmen. Doch kein Problem – sie bringt ihm im Handumdrehen alles bei: paddeln, tauchen, prusten und planschen. Bis er schließlich richtig weit aufs Meer hinaus schwimmt. Zum allerersten Mal in seinem Leben …
Ein wunderschönes Bilderbuch übers Jungsein und Altwerden, über allerletzte und allererste Male – liebevoll illustriert und warmherzig geschrieben.


„Tschick“
von Wolfgang Herrndorf, ab 13 Jahren

Lust auf einen skurrilen Road-Tripp ins Erwachsenwerden? Dann trifft „Tschick“ garantiert ins Schwarze: Vorangetrieben wird die Story vor allem durch die Verschiedenheit der zwei Hauptfiguren – dem Durchschnittstypen Maik Klingenberg und dem Asi Andrej „Tschick“ Tschichatschow – die während der großen Ferien zu einer Mission „im Namen der Liebe“ aufbrechen. Oder so ähnlich. Unterwegs läuft natürlich nicht alles so, wie es sollte, nicht zuletzt dank des geklauten Wagens und ziemlich abgedrehter Erwachsener, denen sie auf ihrer Tour begegnen. Während sie von den einen mit Gewehr über abgesperrtes Gelände gejagt werden, finden die Jungs in anderen unerwartete Verbündete.
Ein Roadtripp, der gängige Regeln auslotet, bricht und nebenbei im soliden Durchschnittsleben mehr sozialen Sprengstoff enthüllt, als allen Beteiligten lieb ist. „Tschick“ ist verrückt, witzig und auch ein bisschen weise – für alle Jungen und Junggebliebenen definitiv ein Buch, das ins Regal gehört.


„Frau Hase, Herr Hund & der Mäuserich Braun“
von J. Hubery und J. Bentley, ab 4 Jahren

Frau Hase ist lebendig, lustig, fröhlich und verspielt. Sie hüpft und springt den ganzen Tag, singt und lacht dabei wie die Sonne. Einer kann seine Augen nicht von ihr wenden: Mäuserich Braun. Doch leider bemerkt Frau Hase ihn einfach nicht.
Da kommt sie plötzlich auf den Gedanken, den friedlichen Herrn Hund zu foppen – und plötzlich läuft alles schief. Als Mäuserich Braun unerwartet zur Rettung eilt, nimmt sie ihn endlich wahr. Welchen Mut, welche Manieren dieser Mäuserich beweist! So findet diese wunderbare Liebesgeschichte ein glückliches Ende.
Ein luftig-leicht illustriertes Bilderbuch für Verliebte und jene, die es werden wollen. Die poetischen Reime gehen ins Ohr und laden zum immer wieder neu lesen ein.


„Puerta Oscura – Totenreise“
von David Lozano Garbala, ab 14 Jahren

Einmal in 100 Jahren, in der Nacht zu Allerheiligen, öffnet sich die Pforte zur Unterwelt: Puerta Oscura. Auf einer Kostümparty bei Freunden entdeckt Pascal durch Zufall diesen Eingang in einer alten Kleidertruhe auf dem Dachboden. So erfährt er, dass er der Wanderer ist – die einzige Person, welche den dunklen Weg beschreiten und als Verbindungsglied zwischen Lebenden und Toten vermitteln kann.
Sein Betreten der Unterwelt stört jedoch das fragile Gleichgewicht zwischen den Welten und eine böse Kreatur beginnt ihr Unwesen in Paris zu treiben. Um den Wanderer aus dem Weg zu räumen, entführt der Vampir das Mädchen, das Pascal liebt. Als sie lebendig in die Hölle geschickt wird, kann nur er sie retten. Dabei wird er alle Hilfe benötigen, die er bekommen kann: von seinem besten Freund Dominic, einer Wahrsagerin und dem ruhelosen Geist Beatrice. Während Pascal erneut die Pfade der Toten beschreitet, bewachen seine Freunde in der wirklichen Welt die dunkle Pforte. Womit der Dämon rechnet …
Ein spannender Trilogie-Auftakt, der einen ganz schön in Atem hält. Bereits von der ersten Seite an hängt der Leser „am Haken“ des spanischen Autors. Ein Festschmaus für alle Fans gut geschriebener Grusel-Lektüre.


„Warum Erwachsene nachts so lange aufbleiben müssen“
von Katharina Grossmann Hensel, ab 3 Jahren

Was tun meine Eltern eigentlich, nachdem ich ins Bett gegangen bin? Ganz klar: sie spielen mit meinen Sachen (obwohl sie das längst nicht so gut können wie ich), feiern wilde Pyjama-Parties mit anderen Erwachsenen und besuchen die Elternschule (wo sie nicht richtig aufpassen).
Außerdem produzieren sie Wolken und hängen die tagsüber heruntergefallenen Blätter wieder an die Bäume. Zünden meine Eltern nicht sogar abends die Sterne an? Jedenfalls haben sie eine ganze Menge zu tun – kein Wunder, dass sie nachts so lange aufbleiben müssen …
Dieses Buch ist fantasievoll geschrieben, wunderbar illustriert und einfach perfekt zum Vorlesen oder selbst anschauen.


„Legend – Fallender Himmel“
von Marie Lu, ab 13 Jahren

Noch eine Dystopie, die auf der Panem-Welle mitschwimmt? Sicher – der Zeitpunkt für den Auftakt der neuen Trilogie „Legend“ ist gut gewählt. Doch die Figuren sind interessant, ihre Ansichten, Erinnerungen und Taten derart intelligent in den Plot eingewoben, dass erst nach und nach alle Puzzle-Teile an ihren Platz fallen. Auf diese Weise entwickelt die Geschichte einen Sog, dem man sich getrost überlassen kann.
Worum geht es? Flutwellen haben weite Teile der amerikanischen Küste überspült. Auf den Trümmern kämpfen die amerikanischen Republik mit den äußeren Kolonien um verbliebene Ressourcen. Innerhalb des streng hierarchischen Militärregimes der Republik, wird der gesellschaftliche Wert von Kindern anhand ihres geistigen und physischen Potentials bestimmt. Wer dagegen rebelliert, wird gnadenlos verfolgt.
Plötzlich steht der gesuchte Aufständler Day der hochintelligenten, militärisch geschulten June aus der Oberschicht gegenüber . Trotz ihrer Differenzen finden die beiden zusammen, denn es gilt, die Wahrheit über das System zu enthüllen. Eine Legende entsteht …


„Der kleine Waldräuber“
von Albert Wendt

Der kleine Waldräuber lebt versteckt und sehr zufrieden in seinem kleinen Wäldchen, bis er eines Tages eingefangen und in die Stadt gebracht wird. Dort kommt er in den Waldzoo, in dem das Publikum Waldbewohner sehen kann, die sich sonst versteckt halten. Der Waldräuber arrangiert sich mit seinen neuen Lebensbedingungen – er schließt einen Vertrag mit seinem Räuberhauptmann und ist diesem von nun an treu ergeben. Mit seinen wagemutigen Vorführungen wird er schnell zur größten Attraktion des Zoos. Die Kassen klingeln. Durch Zufall wird er Zeuge, wie sein Räuberhauptmann gedemütigt wird – und sich nicht einmal dagegen wehrt. Dies öffnet dem kleinen Waldräuber die Augen – er hat sich mit einem Vertrag an einen Feigling gebunden. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, wieder in seine Heimat zurückzukehren.


„Der rauhe Berg“
Einar Turkowski

Endlich ein neues Buch von Einar Turkowski nach „Es war finster und merkwürdig still“ , „Mondblume“ und „Der Schäfer, der Wind, der Wolf und das Meer“ ein neues großartig illustriertes Werk.

In einem Land, in dem es aus dem Boden regnet, gibt es einen unheimlichen, sagenumwobenen Berg. Dennoch traut sich einer in seine Nähe. Am Fuß des Berges empfängt ihn ein Schild: „Sieh, wenn Du kannst.“ – Der Mann stutzt, aber er geht weiter und fängt an, genauer hinzuschauen. Der Pfad führt durch dunkles Gehölz, vorbei an sonderbaren Lebewesen. Immer unwegsamer wird der Aufstieg, immer gefährlicher.
Eine Künstlerparabel und eine Geschichte über das Wagnis, genau hinzuschauen. Keiner kann das genuiner inszenieren als Einar Turkowski, dessen Bildwelten immer das Entdecken von Details einschließen, in Bildstimmungen, die minutiös verdichten und zugleich unfassbar fantastische Szenen öffnen.

„Unglaubliche Geschichten von ausgestorbenen Tieren“

Unglaubliche Geschichten von ausgestorbenen Tieren

Unglaubliche Geschichten in einem unglaublichen Buch. Tolle Illustrationen kombiniert mit Fachwissen spannend erzählt in kurzen Comics, da hilft nur selber anschauen…


 

„Göttlich verdammt“
Josephine Angelini

"Göttlich verdammt"

Ich hatte die erste Katalogseite schon überblättert: ach wieder so ein Biss-Zeug! Steht ja extra überall dabei: „Der ultimative Roman für alle „Biss“- und „Panem“-Fans“ – also nix für mich.
Doch kurz vor Ende des Besuches drückt mir der Verlagsvertreter ein Leseexemplar in die Hand, mit der Bemerkung „Göttlich verdammt“ sei sprachlich sehr anspruchsvoll.
O.k. ich habs gelesen. Und ich habs tatsächlich gern gelesen, ich konnte es ehrlich gesagt kaum aus der Hand legen. Es war sehr spannend aber ohne Gruselfaktor und mit der entsprechenden Dosis Liebe, genau das Richtige für mich.
Nachkommen griechischer Halbgötter, mit unglaublichen Kräften und Fähigkeiten ausgestattet, dazu verdammt verfeindete Scions (so nennt sich der moderne Halbgott) auf ewig zu bekämpfen, um die Unsterblichkeit und Atlantis zu erreichen.
Und mittendrin Helen, die von all dem nicht mal etwas ahnt. Eine brave Schülerin, die ihren alleinerziehenden Vater unterstützt wo sie nur kann und nun beginnt zu begreifen und nach ihrer Idendität zu fragen.


 

„Marta-Maria“
Geschichten für außergewöhnlich kluge und hochinteressante Kinder
Albert Wendt

Buchtipp: Marta Maria

Wieder ist es ein Mädchen, das Al­bert Wendt in seinem Buch »Marta­ Maria« zur Heldin macht. In elf Kurzge­schichten gerät Marta-­Maria immer von Neu­em in die Fallen ihrer eigenen Fantasie. Mei­stens gelingt es nur mit Hilfe von außen, sie daraus zu befreien. Zu ihren Rettern gehören ihr dicker Vater, Carmen Dudel. Professor Kuttelpfanne und der Zweinullsieben. Mit Witz und Verstand schafft es das Vierergespann, Marta-Maria vor Schlimmerem zu bewahren. Mal verwandelt sich das Mädchen in eine knurrige Katze, mal fliegt sie mit Carmen einfach auf und davon. In einer Geschichte begegnet Marta-Ma­ria dem unglaublichen Lümmel. Der nimmt böse Wörter in den Mund, und der Reiz ist groß, dies selbst auch einmal zu tun. Doch der Vater sorgt für Abhilfe, indem er Marta-Maria einen Müllei­mer besorgt, in den sie die Wörter hinein flüstern kann. Von der ersten Seite an schießen dem Leser die Sätze wie Kanonenkugeln um die Ohren. Wendts manchmal akrobatisch anmutende Wortkombinationen und seine humorvollen Wortspiele machen deutlich, dass die Wurzeln dieses fanta­sievollen Autors im Hörspiel und Theater liegen. Wer seinen Stil noch nicht kennt, liest sich ganz schnell ein: »Wer ein Spiel spielt, wird fröhlich. Und fröhlich sein neben dem Leid einer kleinen Frau, das ist die niederträchtigste Rüpelei.« Wendts Sprache lässt den Kindern viel Raum für eigene Interpretationen. Nicht umsonst erhielt der Leipziger Schriftsteller im letzten Jahr den österreichischen Jugendbuchpreis. … Quelle: Yvonne Strankmüller, Kreuzer Leipzig, 03_2010


„Wer versteckt sich?“
Satoru Onishi

Buchtipp: Wer versteckt sich?

Wer versteckt sich? Wer ist wer? Wer dreht sich um? Diese Fragen zu beantworten ist gar nicht so einfach! Hund, Tiger, Nilpferd, Zebra, Känguru, Löwe … in diesem Buch stehen 18 bunte Tiere durchgängig in Reih und Glied. Doch auf jeder Doppelseite verändert sich eine Kleinigkeit: Tiere verschwinden, drehen sich um, weinen oder schlafen ein. Diese Veränderungen zu benennen, ist eine echte Herausforderung! In seiner Einfachheit macht Wer versteckt sich? Kindern großen Spaß! Ganz nebenbei lernen sie verschiedene Tiere kennen, müssen Farben unterscheiden, Gefühlsausdrücke zuordnen und zählen. Ein Guck- und Suchvergnügen, nach dem jeden Tag verlangt werden wird! „Dieses Buch macht nicht nur Kindern Spaß“ „Als ich dieses Buch zum erstenmal durchblätterte mußte ich bei jeder Seite laut lachen.


„Kuckuck, Krake, Kakerlake“
Bibi Dumon Tak

Buchtipp: Kuckuck Krake Kakerlake

Kuckuck, Krake, Kakerlake: Das etwas andere Tierbuch